Pressespiegel

Freizeit Revue 4/ 2013 (PDF, 378 KB)

Der Experte rät. Panik-Attaken: So helfen Sie sich selbst

Knapp sieben Millionen Deutsche leiden unter einer Angststörung. Typisch sind Furcht vor Höhe sowie engen Räume oder wenn man vor anderen sprechen soll. Häufig führt dies zu Panik-Attaken. Betroffene können lernen, dies in den Griff zu kriegen. Drei einfache Tipps hat der Psychotherapeut Dr. Norbert Preetz aus Magdeburg.

Keine Fantasien. “Steigern Sie sich nicht unnötigt in die Panik hinein, indem Sie sich ausmalen, was alles passieren könnte”, rät er. “Beobachten Sie Ihre Umgebung, nicht Ihren Körper.”

Abwarten. Beruhigen Sie sich mit Selbstgesprächen: “Sagen Sie sich, dass Ihre Reaktion nicht schädlich ist, nur unangenehm.” Und : SIe lasse innerhalb von 15 Minuten von selbst nach.

Bewegung. “Auch wenn Sie meinen, sich ruhig verhalten zu müssen: Bewegung Sie sich im akuten Fall!”, beton Dr. Norbert Preetz. Durch Aktivität werden vermehrt ausgeschüttete Stresshormone wie Adrenalin abgebaut, die angespannten Muskeln lockern sich, die Panik weicht.

Pressemitteilung der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (PDF; 135 KB)

STRESS- UND ANGSTFREI STUDIEREN & MIT LEICHTIGKEIT ZU GUTEN LEISTUNGEN

Lesung mit Dr. Norbert Preetz 21. November 2012 18.00 Uhr

Tagungsraum Universitätsbibliothek Gebäude30, Universitätsplatz 2

Ängste (wie z. B. Prüfungsangst oder die Angst vor Gruppen zu sprechen) sowie Lern- und Leistungsblockaden, Aufschieberitis und Perfektionismus machen Studierenden und Berufstätigen das Leben schwer und beeinflussen die berufliche Entwicklung negativ.

Der Vortrag des Diplompsychologen und Psychotherapeuten Dr. Norbert Preetz soll schnelle und effektive Wege aus der Angst aufzeigen und Werkzeuge in die Hand geben, sich selbst zu helfen, um studien- und berufsbehindernde Ängste zu überwinden und Gedächtnisleistung und Konzentration zu erhöhen. Mehr Erfolg im Studium und Beruf und die Stärkung von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl sollen gefördert werden. Mit einer bzw. zwei Demonstrationen mit freiwilligen Teilnehmern soll gezeigt werden, wie einfach und schnell zum Beispiel Redeangst aufgelöst werden kann.

Dr. Norbert Preetz studierte klinische Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend promovierte und arbeitete er an der Klinik für Neurologie und Psychiatrie der Medizinischen Akademie der heutigen Universität Magdeburg. Er vermittelt seit Jahren in Seminaren, Vorträgen und Workshops Möglichkeiten der Hilfe und Selbsthilfe und ist auf die schnelle und effektive Bewältigung von Ängsten mittels Hypnose und Selbsthypnose spezialisiert. Dr. Preetz ist als Hypnosetherapeut in privater Praxis in Magdeburg unweit des Campus sowie als Referent und Trainer tätig. Er ist auf die Behandlung von Ängsten und Leistungsblockaden spezialisiert. In zahlreichen Fernsehbeiträgen konnte er die Wirksamkeit seiner Behandlungsmethoden erfolgreich demonstrieren. Sein Buch „Nie wieder Angst“ erschien 2012 im „Verlag Erfolg und Gesundheit“.

Eingeladen sind Studierende, Unimitarbeiter und weitere Interessierte!

Neue Zürcher Zeitung: Büchertipp (PDF, 119 KB)

Psychologie Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Phobien Wenn Angst das Leben dominiert

Ängste sind ein Teil unserer Natur. Treten sie regelmässig auf, so werden sie zu einem Handicap. Tatsächlich können Phobien – Ängste vor bestimmten Tieren, Gegenständen oder Lebenssituationen das Leben ebenso stark beeinflussen wie körperliche Erkrankungen. In Mitteleuropa sollen etwa 15 Prozent der Erwachsenen einmal im Leben Ängste entwickeln. Manche Ängste widersetzen sich hartnäckig allen ärztlichen Bemühungen, und manchmal zieht sich die Therapie über Jahre hin.

Dieses Manko zu beheben hat sich Norbert Preetz, ein Psychologe und Hypnosetherapeut mit einer Praxis in Magdeburg, zum Ziel gesetzt. Im Gegensatz zu dem etwas reisserisch wirkenden Untertitel des Buches ist es ein solides Sachbuch mit wissenschaftlichen Fakten und vielen Fallbeispielen.

Ängste haben verschiedene Ursachen. In vielen Fällen könne eine psychisch bedingte Angst so weit reduziert werden, dass sie nicht mehr stört sogar ohne vorab zu klären, welcher der bei- den fundamentalen Mechanismen dem Angstgefühl zugrunde liegt: Angst als erlernte Reaktion, also quasi als konditionierter Reflex auf einen äusseren Reiz sei es eine Spinne oder eine Lifttür. Oder Angst als Ausdruck tiefer liegender emotionalerProbleme oder unbewältigter Situationen.

Als Regel gilt, dass sich einfache, konditionierte Ängs- te auch durch einfache und schnell wirkende Selbstbehandlungsmethoden beseitigen lassen. Komplexe Ängste mit tiefen Wurzeln benötigen dagegen eine aufwendigere Behandlung.

In einer didaktisch hervorragenden Weise werden dem Leser zuerst die neuronalen Prozesse erklärt. Daraus leitet der Autor dann ab, wie bestimmte Formen von Angst mit wenigen «Befehlen» gelöscht werden können.

Ausführlich stellt der Autor die Methode der Selbsthypnose dar, sozusagen die Königsdisziplin unter den Selbstbehandlungsmethoden. Mit ihrer Hilfe lassen sich nicht nur Ängste auflösen, das Verfahren ist auch geeignet, komplexe Ursachen von Angst aufzudecken. Der Autor betont jedoch, dass seine Ratschläge kein Allheilmittel sind

Volksstimme Magdeburg: Interview zum Vortrag am 22. November 2012 (PDF; 90 KB)

“Angst um Arbeitsplatz bei Sachsen- Anhaltern ausgeprägter als bei anderen”

Prüfungsangst oder Panik, vor Publikum zu sprechen: Mit einem Vortrag und am lebenden Beispiel erklärt der Magdeburger Therapeut Dr. Norbert Preetz heute an der Otto-von-Guericke-Universität, wie man diese und andere Ängste mal eben los wird. Vorab sprach er mit Volksstimme- Redakteurin Elisa Sowieja.

Volksstimme: Der Untertitel Ihres Buches, auf dem Ihr Vortrag basiert, kündigt an: “So lösen Sie Ängste in Minuten”. Das klingt zu schön, um wahr zu sein.

Norbert Preetz: Bei tiefergehenden Ängsten funktioniert das zwar nicht so schnell. Aber solche, die durch Konditionierung, also eine Verknüpfung in einer bestimmten Situation entstanden sind, lassen sich tatsächlich in Minuten überwinden. Ein Beispiel: Das Hupen einer Lok löst bei jemandem Panik aus, der vor Jahren einen Autounfall hatte und beim Aufprall dieses Hintergrundgeräusch hörte. Denn der Körper hat die Umgebungsvariablen abgespeichert und warnt den Menschen, wenn sie wieder auftreten. Genau wie eine einzige Situation hier eine dauerhafte Angststörung verursacht, kann man sie auch mit einmaligem Eingreifen wieder lösen. Das funktioniert zum Beispiel auch bei Prüfungsangst oder Angst vor öffentlichem Reden.

Volksstimme: Wie greifen Sie ein, damit ich aus Ihrem Vortrag gehe und keine Angst mehr habe, vor großem Publikum zu sprechen?

Preetz: Ich helfe Ihnen, die Stituation, vor einer Gruppe zu stehen, neu abzuspeichern. Dazu rufen Sie sich diese Situation zunächst in Erinnerung, dann verbinden Sie sie mit einer positiven Emotion – denken also an etwas Schönes. Die Folge: Beides speichert sich zusammen neu ab. Dass das funktioniert, demonstriere ich regelmäßig bei Vorträgen. Allerdings braucht man dazu eine Technik, die hilft, die Überaktivität im Angstzentrum des Gehirns zu mindern. Man kann etwa in einem bestimmten Moment des Erinnerns gewisse Punkte am Körper drücken. Solche Methoden sind nicht neu, werden aber bisher kaum angewandt.

Volksstimme: Sie behandeln Ängste nicht nur in Seminaren und Vorträgen, sondern auch in Ihrer Praxis. Was für Menschen kommen zu Ihnen und welche sind ihre häufigsten Probleme?

Preetz: Sehr oft sind es Panikstörungen und Ängste im Umgang mit anderen Menschen – seien es Vorgesetzte oder Gruppen. Auch mit Agoraphobie, also der Angst vor öffentlichen Räumen und Plätzen, suchen mich viele Patienten auf. Betroffen sind nicht nur alle Altersgruppen, sondern auch alle Schichten. Angst hat nichts mit Intelligenz zu tun.

Volksstimme: Wie hat sich die Angst der Menschen in den vergangenen Jahren entwickelt?

Preetz: Mein Eindruck, der auch durch Untersuchungen gestützt wird, ist: Sie wird häufiger und stärker. Das hat damit zu tun, dass die Lebensumstände heutzutage nicht mehr so viel Sicherheit bieten wie früher. Immer mehr Menschen leben daher in einer permanenten Grundanspannung. Bei Kindern kommt hinzu, dass sie oft einen weniger starken inneren Halt haben, da viele Eltern kaum Zeit für die Familie haben oder sie sich nicht nehmen.

Volksstimme: Sie referieren deutschland- und europaweit. Inwiefern haben Sie Unterschiede zwischen den Menschen in Sachsen-Anhalt und anderswo festgestellt?

Preetz: Sachsen-Anhalt ist wirtschaftlich weniger stark als andere Bundesländer. Fragen wie “Kann ich weiterhin meine Wohnung und die Ausbildung meiner Kinder bezahlen?” sind daher für viele hier oft allgegenwärtig. Ihre Angst um den Arbeitsplatz ist ausgeprägter als bei Patienten aus Süddeutschland oder Hamburg. Diese sehen Konflikte auf der Arbeit etwas gelassener, weil sie sich existenziell weniger bedroht fühlen.

Volksstimme: Mal abgesehen von größeren Ängsten: Fast jeder muss sich hin und wieder überwinden – sei es, weil die Gruppe, vor der er spricht, diesmal größer ist als beim letzten Mal oder weil das Riesenrad auf dem Rummel doch ganz schön hoch wirkt. Verraten Sie uns einen Trick, wie man diesen kleinen Ängsten ohne Methodenkenntnis einen Schrecken einjagen kann?

Preetz: Man kann sich in seiner Vorstellung in eine wunderschöne Zeit zurückversetzen, in der man glücklich war, und dabei den Körper aufrecht halten und lächeln. Dann reagiert der Körper. Wenn man sich zum Lächeln zwingt, ist es schwer, negative Gedanken zu denken.